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A
Allergen, Antigen

Allergieauslöser; eine allergische Reaktion hervorrufende Substanz (z. B. Polle).

Allergenkarenz

Vermeidung des Kontaktes mit allergieauslösenden Stoffen. In vielen Fällen ist die allerdings nicht vollständig möglich.

Allergie

Erworbene Störung des Immunsystems (Überempfindlichkeitsreaktionen) gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen, z. B. Pollen, Tierhaare, Chemikalien, Nahrungsmittel u. v. m., die u. a. zu allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen oder Asthma, Entzündungsreaktionen der Haut oder der Atemwege führt.

Allergieschock, anaphylaktischer Schock

Lebensbedrohliches Extremstadium der Allergie mit Schocksymptomatik, die unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen (z.B. Bienengift) auftreten kann.

Allergietest

Zur Diagnose von Allergien gibt es mehrere Testmöglichkeiten, z. B. Pricktest, Pflastertest (Epikutantest), Intrakutantest.

Allergologe

Der Begriff Allergologe bezeichnet einen Arzt, meist Haut-, Kinder- oder Lungenfacharzt, der eine Zusatzqualifikation im Bereich der Allergie besitzt.

Ambrosia

Die Familie der Traubenkräuter oder auch Ambrosien sind anspruchslose, lichtliebende Pflanzen, die vor allem an offenen Flächen wachsen. Sie finden sich auf Baustellen, in Gärten, Neubausiedlungen, Schnittblumenfeldern, aber auch auf Deponien und Industriebrachen, sowie entlang von Bahnlinien und Waldwegen. Der in Europa am weitesten verbreitete Vertreter dieser Familie ist das Beifußblättrige Traubenkraut.

Die Blütezeit erstreckt sich von August bis Oktober.

Ambrosien haben bis zu 1 Milliarde hochgradig allergener Pollen pro Pflanze (bereits 5-10 Pollen/m³ lösen starke allergische Beschwerden aus).

Anamnese

Die Anamnese ist die im Arztgespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung. Es werden nicht nur die Symptome des Heuschnupfens abgefragt, sondern z. B. auch das Vorliegen anderer Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten oder Belastungen am Arbeitsplatz (Klimaanlage).

Antihistaminika

Antihistaminika sind Wirkstoffe, deren Wirkung auf der Hemmung des Histaminrezeptors beruhen, des wichtigsten Verursachers von Juckreiz. Außerdem hemmen einige neuere Antihistaminika (z. B Azelastin) zusätzlich bestimmte entzündungsauslösenden Substanzen (Mediatoren). Positiv ist weiterhin, dass moderne Antihistaminika nicht mehr müde machen und auch sonst kaum noch Nebenwirkungen verursachen.

Antikörper

körpereigene Proteine, die eine Rolle im Immunsystem spielen, zum Beispiel bei der Abwehr von Krankheitserregern. 

Asthma

Anfallsweise auftretende hochgradige Atemnot.

Atopie

Bezeichnung für eine Neigung zur Überempfindlichkeitsreaktion in Form einer Typ-I-Allergie (Soforttyp). Erscheinungsformen sind zum Beispiel das atopische Ekzem oder die allergische Rhinitis (Schnupfen).

Azelastin

moderner antiallergischer Wirkstoff aus der Klasse der Antihistaminika, hemmt das Histamin und verringert so sehr schnell die allergischen Symptome. Zusätzlich hemmt Azelastin die Bildung bestimmter Entzündungsmediatoren.

Bronchitis

Entzündung der Bronchialschleimhaut, ausgelöst durch verschiedene äußere Reize.

Cromoglicinsäure

Bezeichnung eines antiallergischen Wirkstoffs aus der Klasse der Mastzellstabilisatoren, hemmt die Freisetzung des Histamins indem er u.a. die Mastzellmembran stabilisiert. Eine andere Bezeichnung für diesen Wirkstoff lautet „Natriumcromoglikat”.

Encasings

Spezielle Bettbezüge für Allergiker, die undurchlässig für Hausstaubmilbenkot, aber dennoch atmungsaktiv sind.

Epikutantest

Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie wird das vermutete Allergen mit einem Spezialpflaster auf die Haut geklebt und nach zwei bis drei Tagen die unter dem Pflaster erfolgte Hautreaktion beurteilt.

H1-Blocker

Untergruppe der Antihistaminika. Grob lassen sich diese nach dem Typ des Histaminrezeptors unterscheiden, den sie blockieren. Für die Therapie der Allergie ist der Histaminrezeptor H1 wichtig.

Histamin

Botenstoff, der für die typischen allergischen Reaktionen nach einem Allergenkontakt sorgt, vor allem in Mastzellen gespeichert.

Histaminrezeptor

Bindestelle für den Botenstoff Histamin. Zur Zeit sind 4 verschiedene Histaminrezeptortypen beschrieben, wobei nur die Typen H1 und H2 therapeutisch relevant sind.

  • H1 vermittelt allergische Reaktionen
  • H2 reguliert Magensäureprduktion, Herzschlag
Hyposensibilisierung

Schrittweise Herabsetzung einer allergischen Reaktionsbereitschaft durch regelmäßige, über einen längeren Zeitraum erfolgende Zufuhr des Allergens in unterschwelligen, langsam ansteigenden Konzentrationen.

Intrakutantest

Allergietest, bei dem mögliche Allergieauslöser unter die Haut gespritzt werden.

Kreuzallergien

Sensibilisierung gegenüber tierische, pflanzliche Substanzen , Obst/Gemüse, Medikamenten, die den allergenen Strukturen ähneln, wodurch es zu allergischen Reaktionen kommen kann

Mastzellen

körpereigene Abwehrzellen, die Histamin beinhalten, das freigesetzt wird, wenn ein Antigen auf einen auf der Mastzelle sitzenden Antikörper trifft, besonders viele Mastzellen befinden sich in den Schleimhäuten des Körpers (Augen, Nase, Mund).

Mastzellstabilisatoren

Mastzellstabilisatoren sind antiallergische Präparate, die die Mastzellen stabilisieren und sie dadurch vor dem Aufplatzen und der damit verbundenen Histaminausschüttung bewahren. Die vollständige Wirksamkeit tritt allerdings zeitlich verzögert ein, was bedeutet, dass sie die Symptome im akuten Allergiestadium nicht sofort  lindern. Sie müssen bereits prophylaktisch (vorbeugend), ein paar Tage vor dem Ausbruch der Allergie, angewendet werden. Der bei weitem bekannteste Wirkstoff ist hierbei Cromoglicinsäure, gem. neuer Bezeichnung „Natriumcromoglikat)”.

Membran

„Wand” der Zelle

Natriumcromoglicat

Andere Bezeichnung für den antiallergischen Wirkstoff Cromoglicinsäure.

Neurodermitis

Chronisches oder chronisch wiederkehrendes Ekzem der Haut, bedingt durch verschiedene immunologische und nicht-immunologische Faktoren.

Pricktest

internationale Standardverfahren der Diagnose von Allergien, ausgelöst durch Pollen. Nach Aufbringung eines Tropfens allergenhaltiger Lösung wird die Haut eingestochen. Beurteilung durch den diagnostizierenden Arzt nach 15-20 Minuten.

Provokationstest

Allergietest, bei dem der Allergieauslöser direkt mit dem betroffenen Organ in Kontakt gebracht wird (Inhalation, Hauttest, Nasenschleimhaut)

Symptome

Beschwerde, Krankheitszeichen, für eine bestimmte Krankheit charakteristische krankhafte Veränderung

Urtikaria

Hauterkrankung, die im Zusammenhang mit Allergien steht, auch Nessel- oder Quaddelsucht genannt. Flüchtige, stark juckende, schubweise aufschießende Hautquaddeln, die ringförmig, blasig und großflächig sein können.

Vasokonstriktoren

Wirkstoffgruppe, die die Rötung akut gereizter Augen bzw. verstopfter Nase reduzieren, indem sie die geweiteten Blutgefäße verengen. Sie wirken sehr schnell, ohne aber das eigentliche allergische Geschehen zu beeinflussen. Eine Langzeitanwendung mit diesen Substanzen sollte auf jeden Fall vermieden werden, da zu lange Anwendung zur Austrocknung des Auges führen kann. Bekannte Wirkstoffe sind z.B. Tetrozylin, Naphazolin, Phenylephrin, Oxymetazolin, Xylometazolin und Tramazolin.