
Nahrungsmittelallergien sind häufiger, als allgemein angenommen wird. Sie sind auch keinesfalls als harmlos einzustufen, weil bei bestimmten Nahrungsmittelallergien, z.B. bei Allergien gegen Erdnüsse, Fisch oder Hühnerei Todesfälle auftreten können. Bei Kindern wird eine Häufigkeit des Auftretens von Nahrungsmittelallergien von 6% - 10%, bei Erwachsenen von 2% - 5% angegeben.
Nahrungsmittelallergien können sehr unterschiedliche Symptome an den verschiedensten Organsystemen auslösen. Am häufigsten treten Krankheitssymptome an sog. Grenzflächenorganen auf, die mit immunkompetenten Zellen versehen sind. Diese sind an der Haut sowie an den Schleimhäuten von Magen-Darmtrakt, Nase, Nasennebenhöhlen einschließlich der Mittelohren und nicht zuletzt der Bronchien.
Die Diagnose wird durch Haut- oder Bluttests gestellt. Die Therapie erfolgt durch Diäten, bei denen streng auf ausgewogene Nährstoffzufuhr geachtet werden muss. Bei Säuglingen und Kleinkindern muss man gelegentlich auf sog. Hydrolysatnahrungen zurückgreifen. Medikamente spielen bei der Behandlung der Nahrungsmittelallergie dagegen kaum eine Rolle.
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