
Der herzhafte Biss in den knackigen Apfel ist plötzlich kein Genuss mehr, sondern endet mit einer bösen Überraschung: ein unangenehmes Kribbeln und Jucken im Mund und Rachenraum, bis hin zu Schwellungen der Schleimhäute (auch an Augen und Nase) und Atemnot – typisch für eine Kreuzallergie!
Die Ursache für eine Kreuzallergie oder „pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie”, ist eine immunologische Kreuzreaktion: Die Allergene aus Gräser-, Kräuter- oder Baumpollen gleichen in ihrer Struktur bestimmten Eiweißstoffen aus Früchten oder Gemüsesorten. Ist das Immunsystem auf ein Allergen sensibilisiert, reagiert es auch beim Kontakt mit ähnlichen Strukturen allergisch. Typische Beispiele einer allergischen Kreuzreaktion sind das sog. Birkenpollen-Apfel Syndrom oder das Beifußpollen-Sellerie-Gewürz-Syndrom.
Die allergieauslösenden Nahrungsmittel sollten gemieden werden. Schon das Schälen oder Hantieren mit entsprechendem Obst oder Gemüse kann Symptome auslösen. Im Allgemeine wird nur rohes Obst oder Gemüse nicht vertragen, da die allergieauslösenden Eiweißstoffe hitzeempfindlich sind und durch Kochen oder Backen zerstört werden. Leider enthalten gerade Soja, Nüsse und Sellerie, die häufig versteckt in Lebensmitteln vorkommen, hitzestabile Allergene.
Gegen die Symptome einer Kreuzallergie helfen bei anfänglichen Beschwerden (wie z. B. Augenjucken, laufende Nase und Niesreiz) antiallergische Medikamente, die direkt am betroffenen Organ angewendet werden (z. B. Vividrin® akut). Patienten, bei denen es durch Nahrungsmittel bereits zu starken allergischen Reaktionen (wie z. B. Schwellungen des Rachenraums, Hautreaktionen oder Atemnot) gekommen ist, sollten ein Notfall-Set mit oralen Antihistaminika und Kortison, sowie einen Autoinjektor mit Adrenalin bei sich tragen. Asthmatiker sollten auch an ein Akutspray mit einem Bronchialerweiterer denken.


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