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Kreuzallergien

Kreuzallergien

Der herzhafte Biss in den knackigen Apfel ist plötzlich kein Genuss mehr, sondern endet mit einer bösen Überraschung: ein unangenehmes Kribbeln und Jucken im Mund und Rachenraum, bis hin zu Schwellungen der Schleimhäute (auch an Augen und Nase) und Atemnot – typisch für eine Kreuzallergie!

Ursachen von Kreuzallergien

Die Ursache für eine Kreuzallergie oder „pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie”, ist eine immunologische Kreuzreaktion: Die Allergene aus Gräser-, Kräuter- oder Baumpollen gleichen in ihrer Struktur bestimmten Eiweißstoffen aus Früchten oder Gemüsesorten. Ist das Immunsystem auf ein Allergen sensibilisiert, reagiert es auch beim Kontakt mit ähnlichen Strukturen allergisch. Typische Beispiele einer allergischen Kreuzreaktion sind das sog. Birkenpollen-Apfel Syndrom oder das Beifußpollen-Sellerie-Gewürz-Syndrom.

  

Übersicht Kreuzallergien 1
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Übersicht Kreuzallergien 2
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  • Weil Birkenpollen und Äpfel eine sehr ähnliche Eiweißstruktur haben, kommt es sehr häufig vor,
    dass Birkenpollenallergiker auch beim Verzehr von Äpfeln allergisch reagieren. Ist die Birkenpollenallergie nicht all zu stark ausgeprägt, kann es allerdings sein, dass der Patient Äpfel nur während der Blütezeit der Birken im April und Mai nicht verträgt, während des übrigen Jahres aber ohne jede Beschwerden essen kann.
  • Bei den Beifußpollen-Allergikern finden wir häufig gleichzeitige, allergische Reaktionen gegen Sellerie und eine Vielzahl von Gewürzen. Bei diesen Patienten kann es in der Weihnachtszeit unvermutet zu allergischen Reaktionen kommen wenn sie mit vielen Gewürzen versehenes Weihnachtsgebäck essen.
  • Auch bei tierischem Eiweiß sind solche Kreuzreaktionen bekannt. So kann z. B. bei einer Kuhmilchallergie, wenn der Patient nur gegen das Molkeneiweiß allergisch ist, Schafs-, Ziegen- oder Stutenmilch verträglich sein. Ist der Kuhmilchallergiker aber auf das Kasein (Quark) der Milch allergisch, verträgt er auch die Milch anderer Tiere nicht, weil eine Kreuzallergie besteht.

 

Behandlung von Kreuzallergien

Die allergieauslösenden Nahrungsmittel sollten gemieden werden. Schon das Schälen oder Hantieren mit entsprechendem Obst oder Gemüse kann Symptome auslösen. Im Allgemeine wird nur rohes Obst oder Gemüse nicht vertragen, da die allergieauslösenden Eiweißstoffe hitzeempfindlich sind und durch Kochen oder Backen zerstört werden. Leider enthalten gerade Soja, Nüsse und Sellerie, die häufig versteckt in Lebensmitteln vorkommen, hitzestabile Allergene.

 

Gegen die Symptome einer Kreuzallergie helfen bei anfänglichen Beschwerden (wie z. B. Augenjucken, laufende Nase und Niesreiz) antiallergische Medikamente, die direkt am betroffenen Organ angewendet werden (z. B. Vividrin® akut). Patienten, bei denen es durch Nahrungsmittel bereits zu starken allergischen Reaktionen (wie z. B. Schwellungen des Rachenraums, Hautreaktionen oder Atemnot) gekommen ist, sollten ein Notfall-Set mit oralen Antihistaminika und Kortison, sowie einen Autoinjektor mit Adrenalin bei sich tragen. Asthmatiker sollten auch an ein Akutspray mit einem Bronchialerweiterer denken. 

 

Tipps bei Kreuzallergien

  • Allergene, soviel wie individuell notwendig, meiden – eigene Erfahrungen berücksichtigen.
  • Durch Erhitzen oder andere Formen der Bearbeitung können einige Allergene unschädlich gemacht werden.
  • Unbedingt einen Allergietest beim Facharzt (Allergologen) vornehmen lassen, um herauszufinden, wogegen man genau allergisch ist.
  • Schützen Sie sich während der Pollensaison vor den lästigen Heuschnupfen-Symptomen durch ein rasch wirksames und nicht müde machendes Antiallergikum (z. B. Vividrin® akut).
  • Behandeln Sie den Heuschnupfen und die Kreuzallergie konsequent, damit die Entzündung der Nasen- und Rachenschleimhaut sich nicht in die Bronchien oder Lunge fortsetzt.
  • Für die Langzeitbehandlung empfiehlt sich besonders der sehr gut verträgliche Wirkstoff Natriumcromoglicat, auch unter dem Begriff „Cromoglicinsäure” bekannt (z. B. Vividrin®).

 

 

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